Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi, 1869 - 1948 indischer Freiheitskämpfer

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Wilfried Sauerland: "Wir machen ein Rematch zwischen Firat und Pablo"

Am Ende herrschte Ernüchterung und Fassungslosigkeit. Bei den Zuschauern in der Messehalle Erfurt – aber vor allem in der Ecke von Firat. Gerade war das Urteil des WM-Kampfes zwischen Firat und Yoan Pablo Hernández verkündet worden. Und man kann nicht sagen, dass es den Geschmack der Massen getroffen hätte. Zwei Punktrichter sahen den Titelverteidiger vorne, nur einer Firat. Oder in nackten Zahlen ausgedrückt: 116:113, 115:113, 113:115 für Hernández. Die Zuschauer setzten zu einem gellenden Pfeifkonzert an, Firat schüttelte nur traurig den Kopf – und sein neuer Trainer Fritz Sdunek erklärte mit Blick auf die Punktrichter sichtlich entsetzt: "Solche Leute machen das Boxen kaputt."

In den zwölf Runden zuvor hatten sich die beiden Boxer einen beherzten Fight geboten. Einen Fight, dem Firat mit ständigem Vorwärtsgang seinen Stempel aufdrückte. Immer und immer wieder marschierte er auf Hernandez zu, schlug wirkungsvolle Aufwärtshaken und brachte den Weltmeister so ein ums andere Mal in Bedrängnis. "Es war eine großartige Leistung von beiden Boxern", sagte Promoter Kalle Sauerland, "trotzdem lag Pablo meiner Meinung nach vorne." Das sah Hernández naturgemäß ähnlich. Sein Fazit: "Ich glaube, dass ich verdient gewonnen habe."

Einem Urteil, dem sich viele Experten so nicht anschließen wollten. Die deutsche Box-Legende Henry Maske erklärte in der ARD: "Pablo hat heute nicht gewonnen. Arslan hat definitiv den Kampf gewonnen." Auf der Homepage der "Sportschau" stand: "Arslan wieder um den Lohn gebracht." Die "Bild"-Zeitung schrieb über Firats Leistung: "Zum Sieg reichte es nicht. Weil die Punktrichter wohl daneben lagen." Und das Hamburger Abendblatt titelte: "Skandalurteil".

Firat selbst blieb sich auch dieses Mal wieder treu. Kein böses Wort kam ihm über die Lippen. Er bedanke sich bei Sauerland für die WM-Chance, beim lieben Gott für all die Höhen und Tiefen seiner Karriere – und bei Hernandez, dem er Respekt zollte: "Er ist ein großartiger Kämpfer, der nichts für das Urteil kann. Ich hatte das Gefühl, vorne zu liegen. Aber ich bin kein Punktrichter, ich kann es nicht mehr ändern."

Henry Maske hat sich jedenfalls schnell festgelegt, wie man mit dem Ganzen nun umgehen sollte: "Es wäre für meine Begriffe das Beste, wenn wir einen Rückkampf sehen würden." Eine Idee, die bei Promoter Wilfried Sauerland durchaus Sympathien weckte. Sein Vorschlag: "Pablo muss jetzt zur Pflichtverteidigung ran – und danach machen wir das Rematch zwischen ihm und Firat."



 




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